Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg warnt vor einer deutlichen Schwächung der Rolle und Funktion der Landesintegrationsbeauftragten im Zuge der Neuorganisation des Sozialministeriums. Wurde die Position bislang als weisungsunabhängige Stabsstelle im Organigramm des Ministeriums geführt, erscheint sie nun nur noch als Referatsleitung im Bereich Zentrale Dienste. Zugleich soll das bisherige, hochqualifizierte und eingespielte Team von drei Mitarbeitenden aufgelöst werden.
Potsdam, der 03.09.2026 — Im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport des Brandenburger Landtags erfolgte heute die Anhörung zum Entwurf des Kita-Finanzierungsneuordnungsgesetzes (KitaFinNG). Die drei Bündnispartner „Kita.Macht.Bildung“, „KiTAKOLLAPS“ und die LIGA Brandenburg haben das zum Anlass genommen, um mit einer Protestaktion noch einmal sehr deutlich auf die Konsequenzen hinzuweisen, sollte das Gesetz in der vorliegenden Form umgesetzt werden.
Vom 22. bis 28. Juni 2026 findet die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ statt. Der AWO Bundesverband koordiniert das neue Projekt GEPAQ, das gesundheitsfördernde Strukturen im Quartier auf- und ausbaut und die soziale Teilhabe pflegender An- und Zugehöriger stärkt. Im Fokus: Prävention von Einsamkeit.
25.06.2026
Die möglichen Einschränkungen von Leistungen der Jugendhilfe, die auf der Tagesordnung der Länderchefs stehen, gefährden laut dem Verband erhebliche finanziell messbare und darüberhinausgehende gesellschaftliche Mehrwerte. Die Ergebnisse der Untersuchung sind eindeutig: Die rein finanziellen Mehrwerte übersteigen die Kosten kurz- bzw. mittelfristig:
Dazu erklärt AWO-Bundesvorstand Dr. Marvin Deversi: „Der finanzielle Druck in den Kommunen ist eine Realität, die wir sehr ernst nehmen. Doch wenn nun über die Kürzung sozialer Leistungen diskutiert wird, müssen die Folgekosten dieser Einschnitte berücksichtigt werden.
Unsere Berechnungen zeigen klar, dass die Kinder- und Jugendhilfe sich allein finanziell ‚rechnet‘ – die getätigten Investitionen sorgen dafür, dass die Ausgaben sich schnell amortisieren.Dieser Nutzen muss berücksichtigt werden, wenn man sich überlegt, welche Leistungen man aus Einspargründen streicht. Wir fordern eine konsequente Folgekostenprüfung für alle Leistungen, die aktuell zur Diskussion stehen – und tragen gerne selbst dazu bei, wie unsere Analyse zeigt.“
Neben dem volkswirtschaftlichen Argument macht die AWO auch auf die Folgen der Kürzungen für die Zielgruppen aufmerksam. Dazu Dr. Marvin Deversi: „Natürlich muss neben einer Untersuchung der Folgekosten auch die Frage gestellt werden: Was heißt die Kürzung von Leistungen für diese jungen Menschen?
Eine Reform, die sich nur dafür interessiert, wo der Staat vermeintlich sparen kann, ist keine.Sozialreformen müssen sich immer daran ausrichten, wie das Leben der Bürger*innen, allen voran der jungen Menschen, besser werden kann. Das ist nicht nur politischer Auftrag aller föderalen Ebenen, sondern auch verbrieftes Recht von Kindern und Jugendlichen.“
Berechnungen der AWO zum finanziellen Mehrwert von Jugendhilfeleistungen, die im Rahmen des Bund-Länder-Prozesses „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ diskutiert werden
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