Wer pflegt, braucht Zeit und Geld!

Artikel vom 16.09.2024

2 Frauen von hinten. Jüngere Frau stützt ältere Frau die Gehstock nutzt. Sie gehen auf einem Weg zu Sitzgelegenheiten.

Immer mehr Menschen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren, denn die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt kontinuierlich an. 2021 wurde etwa zwei Drittel der insgesamt etwa fünf Millionen Pflegebedürftigen überwiegend von pflegenden An- und Zugehörigen versorgt.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Laut Bundesgesundheitsministerium werden 2050 voraussichtlich sechs Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Die Situation erwerbstätiger pflegender An- und Zugehöriger ist oft von Überlastung und finanziellen Risiken geprägt. Denn für viele der Erwerbstätigen geht die Übernahme der Pflege eines Angehörigen mit hohen physischen und psychischen Belastungen, sowie Einkommensverlusten und dem Risiko der Altersarmut einher – betroffen sind vor allem Frauen. Pflegende An- und Zugehörige fühlen sich mit ihren existenziellen Problemen von der Bundesregierung im Stich gelassen.

Die derzeit geltenden Regelungen aus Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz sind nicht geeignet, die Situation der erwerbstätigen pflegenden Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Dementsprechend wurden Lösungen 2021 im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung vereinbart und der von der Bundesregierung eingesetzte unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hat hierfür konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Die AWO fordert die Bundesregierung auf, die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages und die Empfehlungen des unabhängigen Beirates schnellstmöglich umzusetzen und zeitnah einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen, der pflegende Angehörige endlich entlastet.

Dazu hat der Bundesverband eine entsprechende Kampagne ins Leben gerufen.

 

Aufruf zur Teilnahme an der KiTAKOLLAPS-Aktionswoche 2026
Aufruf der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg

Lila Hintergrund, gelbe Schrift. Text: Kita Kollaps

Das Aktionsbündnis KiTAKOLLAPS ruft auch in diesem Jahr alle Kitas, Horte und Tagespflegestellen in Brandenburg auf, sich vom 11. bis 15. Mai 2026 an der landesweiten Aktionswoche zu beteiligen und damit gemeinsam ein starkes Zeichen für bessere Rahmenbedingungen und ein zukunftsorientiertes Kitagesetz in Brandenburg zu setzen.

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