„Mit dem Rücken zur Wand“

Die AWO zur Finanzlage der Pflegeversicherung

Draußen. Eine ältere Frau wird von einer jungen Frau herzlich bei der Hand genommen. Angedeutete Umarmung.

Die AWO zur Finanzlage der Pflegeversicherung

Laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen hat die Pflegeversicherung nur durch Darlehen vom Bund kein Defizit erwirtschaftet. Dazu erklärt Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt:


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

„Die Pflegeversicherung steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Das erneute Milliardenloch kommt aber keineswegs überraschend: Seit Jahren hängt die Weiterexistenz der Pflegeversicherung am seidenen Faden. Wenn die Politik jetzt nicht endlich die dringenden Warnungen der Sozial- und Wohlfahrtsverbände ernst nimmt, galoppieren wir weiter in Richtung Kollaps des Systems. Dann steuern wir sehenden Auges auf eine weitere Verschärfung der Situation für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige zu.”

Es braucht jetzt sofort Maßnahmen für eine schnelle Stabilisierung und mittelfristig ein neues Finanzkonzept für die Pflege. Kurzfristig sind vor allem die pandemiebedingten Mehrkosten von rund sechs Millionen Euro umgehend aus dem Bundeshaushalt zu erstatten. In einem nächsten Schritt sind versicherungsfremde Leistungen, wie beispielsweise die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende An- und Zugehörige, vollständig aus Steuermitteln zu finanziert.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Beitragszahlende dauerhaft für gesamtgesellschaftliche Aufgaben aufkommen.
Bei diesen schnellen Feuerwehrlösungen darf es aber nicht bleiben. Mittelfristig führt kein Weg an einer grundlegenden Finanzreform in Richtung solidarische Pflegevollversicherung vorbei: eine höhere Beitragsbemessungsgrenze und eine breitere Einnahmenbasis. Pflege ist eine zentrale Säule unseres solidarischen Sozialstaats – aktuell steht die aber auf tönernen Füßen – angesichts der alternden Bevölkerung darf die Politik Lösungen nicht weiter auf die lange Bank schieben. Wer das Pflegesystem stabilisieren will, muss jetzt endlich umgehend handeln.“

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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