Gewerkschaften und Verbände warnen vor Kürzungen im Sozialstaat

“Demokratie schützen – Sozialstaat erhalten”

Münzen und Geldscheine liegen auf einem Bewilligungsschreiben.

“Demokratie schützen – Sozialstaat erhalten”

Ein breites Bündnis aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Gewerkschaft Verdi warnt vor Kürzungen im Bereich des Sozialstaats. Der Bundeshaushalt für das Jahr 2025 müsse sicherstellen, dass nicht auf Kosten des sozialen Friedens gespart werde. Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist Teil des Bündnisses.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

“In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, Krisen und großer Unsicherheit brauchen wir mehr und nicht weniger soziale Sicherheit und soziale Infrastruktur, Gemeinsinn und Perspektiven”, heißt es in dem Offenen Brief der Verbände an die Bundesregierung. Wichtige Einrichtungen und Dienste der sozialen Arbeit dürfen nicht auf der Streichungsliste des Finanzministers stehen, sondern müssen gestärkt werden, um Demokratie und Zusammenhalt zu verteidigen.

Dazu erklärt AWO-Präsident Michael Groß: “Mit unseren Kitas und Pflegeeinrichtungen, mit den Beratungsstrukturen für Migrant*innen und Geflüchtete, mit dem Engagement junger Freiwilligendienstleistender und vielen weiteren Angeboten tragen die Wohlfahrtsverbände entscheidend dazu bei, dieses Land am Laufen zu halten. Unsere soziale Arbeit ist keine “Einsparmasse”, sondern das Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wir sorgen mit unseren Angeboten auch für Prävention und verhindern so hohe Folgekosten für den Sozialstaat. Der Finanzminister darf nicht verkennen, welche fatalen Auswirkungen Kürzungen in diesem Bereich hätten.  Deshalb können wir vor einem Zerschlagen der Infrastruktur nur warnen.”  

Eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege macht deutlich, dass die finanzielle Lage in der sozialen Arbeit bereits heute dramatisch ist: Knapp zwei Drittel der sozialen Einrichtungen mussten in den letzten beiden Jahren bereits Angebote kürzen oder einstellen; drei Viertel erwarten weitere Einschränkungen im nächsten Jahr.

“Vor dem Hintergrund des bereits drastischen finanziellen Drucks können wir keine weiteren Kürzungen mehr hinnehmen. Wer in dieser Lage weitere Mittel aus der sozialen Infrastruktur abzieht, spielt mit der Zukunft der Menschen in unserem Land”, so Groß.

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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