Für mehr Sichtbarkeit und Solidarität mit trans* Menschen

AWO zum Internationalen „Transgender Day of Visibility“ am 31. März

Für mehr Sichtbarkeit und Solidarität mit trans* Menschen

Ein mit Buntstiften gemaltes Bild mit weißer Hand in der Mitte, von der ringsherum Regenbogenfarben abstrahlen.
Foto von Katie Rainbow 🏳️‍🌈 auf Unsplash

AWO zum Internationalen „Transgender Day of Visibility“ am 31. März

Angesichts des Tages der Sichtbarkeit von trans* Menschen am 31. März erklärt die AWO ihre Solidarität mit Betroffenen von Transfeindlichkeit. Auch wenn trans* Personen in Deutschland inzwischen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens selbstverständlicher wahrgenommen werden als noch vor einigen Jahren, erfahren sie noch immer massive Diskriminierung, offene Ablehnung ihrer geschlechtlichen Identität sowie Gewalt. Die gesellschaftliche Stimmung der Akzeptanz droht zu kippen.

Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Viele Studien belegen, dass trans*feindliche Diskriminierung und Gewalt die Gesundheit von trans* Menschen negativ beeinflussen und sie gesundheitlich oft schlechter dastehen als cisgeschlechtlichen Menschen. So leiden trans* Menschen deutlich häufiger sowohl an psychischen Erkrankungen, wie z. B. Depressionen und Angststörungen, wie auch an körperlichen Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie haben auch eine deutlich höhere Suizidgefährdung.

Anstatt dem entgegenzuwirken, gibt es aktuelle Entwicklungen, die diese Situation stattdessen verschärfen können. So hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel gerade entschieden, dass geschlechtsangleichende Operationen für non-binäre Personen derzeit keine Kassenleistung mehr sind, was die den Druck auf die Betroffen und ihre Familien erhöht, da für viele eine Geschlechtsangleichung nun unerschwinglich wird und der Leidensdruck erhöht wird.

Die bayrische Landesregierung hat wiederum gerade ein Verbot von diskriminierungsfreier und genderneutraler Sprache in Verwaltung, Schulen und Hochschulen beschlossen. Faktisch bedeutet das ein Verbot der Sichtbarkeit von Trans* und non-binären Menschen in der Schrift öffentlicher und staatlicher Stellen und stellt somit einen Akt der Diskriminierung dar, den die AWO nicht mittragen kann und will.

Die AWO setzt sich dafür ein, dass auch trans* Personen in ihrer Identität ernst genommen und gleichberechtigt behandelt werden, sowohl in der Gesellschaft insgesamt als auch in der AWO und ihren Diensten. Hier geht die AWO mit gutem Beispiel voran, unter anderem im Projekt „Queer im Alter“. Für Einrichtungen und Dienste der Altenhilfe wurden hier Materialien für eine queer-sensible Pflege erarbeitet und eine aktualisierte Fassung eines entsprechendes Praxishandbuchs veröffentlicht:

 

Kitareform seit Jahren überfällig

Die Regelungen im aktuell geltenden Kita-Gesetz sind völlig überholt und nicht mehr zeitgemäß. Schrittweise Änderungen lösen das Problem nicht, sondern verschärfen die rechtlichen Unsicherheiten für Kita-Träger, die Eltern und Mitarbeiter*innen. Statt wie im Koalitionsvertrag vereinbart ein neues Gesetz vorzulegen, wurde die Kitareform im vergangenen Jahr durch die Landesregierung ausgesetzt. Am gestrigen Donnerstag befasste sich der Brandenburger Landtag auf Antrag der Linken-Fraktion endlich wieder mit der Reform des Kitagesetzes. Die LIGA der Freien Wohlfahrtpflege und die Gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der AWO Brandenburg begrüßen den Vorstoß für das dringend benötigte Gesetz – auch wenn der Gesetzesentwurf der Linken keine Mehrheit fand.

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Der Landtag Brandenburg im Hintergrund. 4 Frauen mit Plakaten auf einer Demonstration. Die Frauen halten ihre Plakate in die Kamera und lächeln.
Neues KiTa-Gesetz gefordert
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