Demenz – Mensch sein und bleiben

Artikel vom 19.09.2025

Zwei Hände, die sich gegenseitig festhalten.
Foto von National Cancer Institute auf Unsplash

Unter diesem Motto steht der Welt-Alzheimertag am 21. September 2025. Die AWO fordert verlässliche Strukturen zur Unterstützung, den Ausbau ambulanter Pflege- und Beratungsangebote sowie politische Maßnahmen zur Entlastung von Pflegebedürftigen und ihren Familien.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Erkrankte und ihre Angehörigen brauchen vor allem verlässliche und professionelle Unterstützungsstrukturen und Beratungsangebote. Gerade sich ergänzende, bedarfsgerechte ambulante Pflege- und Betreuungsangebote sind für Menschen mit Demenz wichtig – denn die Möglichkeit, im eigenen Zuhause bleiben zu können, ist für sie von ganz besonderer Bedeutung“, erklärt AWO-Präsidentin Katrin Sonnenholzner. Daneben sei eine grundlegende Begleitung und Stärkung der Familien notwendig. Ob ein Beratungsangebot verfügbar ist, hängt derzeit jedoch von einzelnen Verträgen ab. Ein individueller Rechtsanspruch auf Pflegekurse und Schulungen in der Häuslichkeit könnte die Grundlage für einen flächendeckenden und niedrigschwelligen Zugang zu diesen wichtigen Unterstützungsangeboten sein. Ein weiterer wichtiger Punkt sei es, soziale Teilhabe zu sichern. Ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen dürften nicht aus dem Blick geraten –  insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in besonderem Maße belasten. Denn Pflegeeinrichtungen und -dienste sehen sich zunehmend gezwungen, die höheren Kosten an Klient*innen und Bewohner*innen weiterzugeben. Sonnenholzner:

„Hier ist ganz klar die Politik gefragt, gegenzusteuern – durch eine Erhöhung des Pflegegeldes und eine Entlastung bei den steigenden Eigenanteilen in der stationären Pflege.“

Würde und Teilhabe von Menschen mit Demenz

In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung – Tendenz steigend. Auf deren Situation macht der Welt-Alzheimertag seit 1994 aufmerksam. Das diesjährige Motto Demenz – Mensch sein und bleiben betont die Würde, Persönlichkeit und Teilhabe von Menschen mit Demenz und fordert mehr Verständnis, Mitgefühl und Unterstützung, um zu verhindern, dass die Krankheit die Menschen definiert. Die AWO bietet bundesweit vielfältige Beratungs-, Entlastungs- und Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige und setzt sich für eine demenzfreundliche Gesellschaft ein.

AWO Pflegeberatung

Der Bundesverband berät Pflegebedürftige, deren Angehörige und nahestehende Personen zu allen Fragen rund um Pflege und Alter(n) – beispielsweise zu Leistungsansprüchen, Dienstleistungs- und Hilfsangeboten, Möglichkeiten zur aktiven Lebensgestaltung, bei Fragen bezüglich Selbstfürsorge und Entlastung für pflegende Angehörige, zu Pflegerisiken, Erkrankungen oder zur Begleitung in der letzten Lebensphase.

 

Deutsche Alzheimergesellschaft

Auf der Website der Deutschen Alzheimergesellschaft finden sich weitere Beratungsangebote, Informationen und Publikationen wie die Broschüre „Leben mit Demenzerkrankten – Hilfen für schwierige Verhaltensweisen und Situationen im Alltag“.

 

Zwangsräumungen verhindern
Informationsbroschüre „Wohnung behalten …“ für alle Landkreise und kreisfreien Städte

Die Personen von links: Bernd Schade, Sozialdezernent Landkreis Teltow-Fläming Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende AWO Bezirksverband Potsdam e.V. Katja Fisch, Referentin für Wohnungsnotfallhilfe bei der Gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft der AWO in B

Die Landesarmutskonferenz Brandenburg und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg machen auf die wachsende Gefahr von Wohnungsverlusten und Wohnungslosigkeit im Land aufmerksam. Mit den Informationsbroschüren „Wohnung behalten …“ steht ab sofort für jeden Brandenburger Landkreis und jede kreisfreie Stadt ein eigenes, niedrigschwelliges Informationsangebot zur Verfügung. Die Broschüren erklären in einfacher Sprache, was bei drohendem Wohnungsverlust passiert, welche Schritte wichtig sind und wo Betroffene vor Ort frühzeitig Hilfe finden.

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