In dieser Woche hat das brandenburgweite Bündnis Kita.Macht.Bildung! seine Arbeit offiziell aufgenommen. Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag stellten die Initiatoren ihre Forderungen an die Landespolitik vor. Die Mitglieder des Bündnisses betonten, dass der fortschreitende demografische Wandel in Brandenburg keine Rechtfertigung für Kürzungen in der frühkindlichen Bildung sein darf. Im Gegenteil: Es braucht endlich eine nachhaltige Finanzierung, die die Qualität der Kindertagesbetreuung sichert – unabhängig von sinkenden Kinderzahlen.
„Die letzten Monate haben gezeigt, wie widersprüchlich die Aussagen der Brandenburger Landesregierung zur Finanzierung der Kitas und zur Zukunft der frühkindlichen Bildung sind“, erklärte Günther Fuchs, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Unser Ziel ist es, den abgebrochenen Kita-Reformprozess wieder aufzunehmen und gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu finden. Die Qualitätsentwicklung der Kitas und eine verlässliche Finanzierung sind dabei von zentraler Bedeutung. Es ist Zeit, in die Qualität der Kindertagesstätten zu investieren. Alle Kürzungsüberlegungen der Landesregierung lehnen wir ab“, so Fuchs weiter.
Das überparteiliche Aktionsbündnis, das sich aus unterschiedlichen Organisationen wie der GEW, der AWO Landesarbeitsgemeinschaft Brandenburg, dem Paritätischen Landesverband Brandenburg und Fröbel zusammensetzt, fordert eine nachhaltige und faire Finanzierung der Kindertageseinrichtungen, um die Bildungs- und Betreuungsqualität langfristig zu sichern.
Diana Golze, Koordinatorin der AWO Landesarbeitsgemeinschaft Brandenburg, betonte: „Die Kita ist ein Ort, an dem Kinder aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen. Hier können wir die Weichen stellen, um Chancengleichheit zu fördern und ‘Armuts-Karrieren’ zu durchbrechen. Diese Aufgabe erfordert stabile, verlässliche Rahmenbedingungen, sowohl finanziell als auch personell. Nur so kann allen Kindern die bestmögliche Förderung zuteilwerden.“