AWO fordert mehr Barrierefreiheit

Zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

AWO fordert mehr Barrierefreiheit

Zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Anlässlich des Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fordert die AWO die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, ihren Verpflichtungen gegenüber Menschen mit Behinderungen endlich nachzukommen und die Barrierefreiheit in Deutschland maßgeblich zu erhöhen.

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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Dazu kommentiert AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner: “Ob Restaurantbesuch, ein Besuch bei der Ärztin oder ein Friseurtermin: für viele Menschen mit Behinderungen sind diese Orte aufgrund von zahlreichen Barrieren unerreichbar. Denn im Gegensatz zu öffentlichen Einrichtungen oder der Arbeitswelt fehlt es für private Anbieter von Produkten und Dienstleistungen fast gänzlich an Verpflichtungen zur Barrierefreiheit. Dabei machen diese einen Großteil des täglichen Lebens aller Bürger*innen, aus. Die AWO fordert daher seit Jahren die zügige Verpflichtung privater Anbieter zu Barrierefreiheit im Rahmen der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Damit würde die Bundesregierung nicht nur ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag erfüllen, sondern auch endlich Ihrer Verpflichtung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nachkommen.“  

Sonnenholzner, die selbst Ärztin ist, führt weiter aus: „Mit der Umsetzung der Koalitionsversprechens durch die Verpflichtung privater Anbieter zu Barrierefreiheit würden auch viele Arztpraxen endlich barrierefreier werden. Österreich zeigt, dass die Verpflichtung der Privatwirtschaft zu Barrierefreiheit funktionieren kann. Hier gelten weitreichende Barrierefreiheitspflichten für die Privatwirtschaft. Durch angemessene Vorkehrungen und Überforderungsklauseln können im Nachbarland vermeintliche übermäßige Belastungen für Private Anbieter sachgerecht vermieden werden. Gleichberechtigter Zugang für alle und eine florierende Wirtschaft sind kein Widerspruch!”

 

Regelungen zur Bezahlkarte sind teuer und untauglich

Die heute von der Landesregierung und den Kommunen vorgelegten Empfehlungen zur Umsetzung der Bezahlkarte für geflüchtete Menschen lösen bei den Brandenburger Wohlfahrtsverbänden tiefes Unverständnis aus. „Diese Regelungen lösen kein reales Problem, sondern sind reine und darüber hinaus teure Symbolpolitik. Eine Bezahlkarte wird niemand davon abhalten, vor Krieg und Verfolgung zu uns zu fliehen“, sagt Andreas Kaczynski, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg und Vorstand des Paritischen, Landesverband Brandenburg e.V.. „Stattdessen werden Menschen stigmatisiert, deren dringend benötigte Integration weiter erschwert und Steuergelder für unnötige bürokratische Prozesse verschwendet.“

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