Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt:
„Die Liste der Sozialkürzungen der unionsgeführten Bundesregierung wird von Woche zu Woche länger – Was diese einseitige Sparpolitik anrichtet, können wir in unseren Einrichtungen in den Quartieren schon länger beobachten.
Viele Menschen wissen kaum noch, wie sie es ans Ende des Monats schaffen sollen, und auch viele der unerlässlichen Dienste selbst kämpfen ums Bestehen.
Das darf nicht so weitergehen – die Politik muss umdenken und wieder wirklich gestalten, statt nur noch zu kürzen.“
Der Wohlfahrtsverband fordert vor allem eine Zusage an Subsidiaritätsprinzip und Tarifbindung in sozialen Berufen, um den Sozialstaat langfristig zu stabilisieren.
Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:
„Der Sozialstaat darf nicht länger zur Verhandlungsmasse gemacht werden.
Wir sehen uns den Menschen in diesem Land verpflichtet, auch deshalb bringen wir uns in die Weiterentwicklung des Sozialstaats zum Besten von Allen ein.
Wenn das Fortbestehen vielfältiger sozialer Angebote und Dienstleistungen von der Politik grundsätzlich in Frage gestellt wird, ist das keine konstruktive Zusammenarbeit für die Menschen in diesem Land mehr.“
ie Resolution „Zukunft für sozialen Zusammenhalt – Zwischenruf zur Debatte um den Sozialstaat“ wurde vom AWO-Präsidium einstimmig verabschiedet. Darin heißt es unter anderem: „Mit Blick auf die aktuell diskutierten Einschnitte plädieren wir für ein konsequentes Umdenken. Politik darf nicht nur die Kosten von sozialen Angeboten und Leistungen betrachten. Der Sozialstaat ermöglicht ein menschenwürdiges Leben für benachteiligte Gemeinschaften und er vermeidet langfristig, über Wahlperioden hinweg, auch Kosten, weil er Menschen befähigt, an der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt teilzuhaben. (…) Vertrauen entsteht dort, wo Politik für Menschen gemacht wird – nicht an ihnen vorbei.“