Armutsfest, einfach, diskriminierungsfrei

Artikel vom 23.09.2025

Illustration einer großen Menschenmenge mit bunten, stilisierten Silhouetten vor hellem Hintergrund.
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Begleitend zur Anhörung der AWO in der Kommission zur Sozialstaatsreform veröffentlicht der Bundesverband ein Impulspapier mit seinen Forderungen an einen Sozialstaat der Zukunft und konkreten Handlungsaufträgen an die Kommission.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Im Impulspapier formuliert die AWO ihre Vision eines armutsfesten, inklusiven, geschlechtergerechten, bürger*innenorientierten, stigmatisierungsfreien Sozialstaates, in dem:

  • das soziale Schutzniveau verlässlich vor Armut schützt,
  • der Zugang zu Unterstützung und Beratung einfach, barrierefrei, eindeutig und diskriminierungsfrei ist, und
  • soziale Leistungen, gewährende Behörden und Leistungsberechtigte frei von Stigmatisierungen sind.

Aufbauend auf diesen Grundprinzipien wird auf drei Ebenen skizziert, an welchen Stellen die AWO Handlungsbedarf sieht und welche konkreten Verbesserungsvorschläge sie sieht. Diese reichen von Verbesserungen im Status Quo, über die Einrichtung einer Anlaufstelle für rechtskreisübergreifende Beratung bis hin zur Zusammenlegung der vorhandenen Leistungen sowie Reformen im Bereich des Bildungs- und Teilhabepakets.

Zum Hintergrund

Die Einberufung einer Kommission mit dem Ziel der Entwicklung von Empfehlungen für einen effizienteren, unbürokratischeren und bürger*innenfreundlicheren Sozialstaat haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Die Kommission hat sich im September konstituiert und soll bereits zu Jahresbeginn 2026 einen Abschlussbericht vorlegen. Bis dahin finden Stakeholder-Gespräche mit Verbänden und Fachgespräche mit Wissenschaft sowie Praktiker*innen aus den leistungsgewährenden Behörden statt. Mitglieder der Kommission sind Vertreter*innen aus den Ministerien aus Bund und Ländern, sowie die kommunale Ebene. Die Federführung liegt beim Bundesarbeits- und Sozialministerium. Zudem gibt es eine Begleitgruppe von Abgeordneten aus den Koalitionsfraktionen. Die Freie Wohlfahrtspflege ist nicht in der Kommission vertreten.

Impulspapier des AWO Bundesverbands zur Sozialstaatskkommission

Impulspapier_Kommission-zur-Sozialstaatsreform.pdf
229,5 KiB

 

Zwangsräumungen verhindern
Informationsbroschüre „Wohnung behalten …“ für alle Landkreise und kreisfreien Städte

Die Personen von links: Bernd Schade, Sozialdezernent Landkreis Teltow-Fläming Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende AWO Bezirksverband Potsdam e.V. Katja Fisch, Referentin für Wohnungsnotfallhilfe bei der Gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft der AWO in B

Die Landesarmutskonferenz Brandenburg und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg machen auf die wachsende Gefahr von Wohnungsverlusten und Wohnungslosigkeit im Land aufmerksam. Mit den Informationsbroschüren „Wohnung behalten …“ steht ab sofort für jeden Brandenburger Landkreis und jede kreisfreie Stadt ein eigenes, niedrigschwelliges Informationsangebot zur Verfügung. Die Broschüren erklären in einfacher Sprache, was bei drohendem Wohnungsverlust passiert, welche Schritte wichtig sind und wo Betroffene vor Ort frühzeitig Hilfe finden.

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