„Zukunftspakt Pflege“: AWO kritisiert Empfehlungen der Bund-Länder-AG

Artikel vom 11.12.2025

Draußen. Eine ältere Frau wird von einer jungen Frau herzlich bei der Hand genommen. Angedeutete Umarmung.

Zu den heute vorgestellten Empfehlungen der Bund-Länder-AG “Zukunftspakt Pflege” erklärt AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner:  


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

“Die Pflege steckt in einer tiefen Krise – und das ist nicht das Verschulden der Pflegekräfte oder Einrichtungen, sondern der kaputt gesparten und für eigentlich gesamtgesellschaftliche Aufgaben ausgeplünderten Pflegeversicherung. Nach monatelangen und intensiven Beratungen bringt aber auch die von Schwarz-Rot beauftragte Bund-Länder-Arbeitsgruppe keine konkreten Maßnahmen für eine nachhaltige Finanzreform auf den Tisch.  

In ihrem Abschlussbericht beschränkt sich die Arbeitsgruppe stattdessen darauf, längst bekannte Szenarien zusammenzufassen. Dabei gibt es bei der Pflegeversicherung seit Jahren kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Fachlich greift die Kommission durchaus gute Vorschläge auf, erteilt an verfehlte Ansätze aber auch keine Absage. Uns rennt die Zeit davon, um die Pflegeversicherung aus ihrem Milliardendefizit zu holen – es muss endlich mit verbindlichen Vereinbarungen losgehen! Mehr Prävention und die Zusammenfassung von Leistungen zu Budgets sind fachlich sinnvolle Ansätze, werden die Pflegeversicherung aber nicht retten.

Der wirtschaftliche Gegenwert informeller Pflegeleistungen wird mit mindestens 200 Mrd. Euro jährlich bewertet. Als AWO haben wir daher eine klare Forderung: Wir brauchen eine Pflegebürgervollversicherung, in die alle einzahlen und die alle absichert, um Pflegebedürftige sowie Ihre An- und Zugehörigen nicht noch weiter zu belasten.  Eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, der Ausgleich der pandemiebedingten Kosten in Höhe von 5,5 Mrd. Euro sowie die Finanzierung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende An- und Zugehörige aus Steuergeldern wären auch zentrale Stellschrauben.”  

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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