Aus Sicht der AWO ist die Integration Schutzsuchender aus der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte: Bereits ein Drittel der erwerbsfähigen Menschen aus der Ukraine ist in Arbeit, Zehntausende besuchen Integrationskurse, Kinder sind mehrheitlich in Regelschulen angekommen. Dieses Gelingen war nur möglich, weil Geflüchtete früh Zugang zu Arbeit, Bildung, medizinischer Versorgung und sozialen Leistungen erhalten haben.
Ein Wechsel in das Asylbewerberleistungsgesetz würde diese Fortschritte massiv gefährden. Betroffene hätten weniger Leistungen, schlechtere Gesundheitsversorgung und wären mit mehr Bürokratie konfrontiert. Statt einer Entlastung drohen Bund, Ländern und Kommunen sogar höhere Kosten.
Die AWO fordert deshalb: Die Integration muss gestärkt, nicht zurückgedreht werden. Nötig sind flächendeckende Integrationskurse, schnellere Anerkennung von Qualifikationen, bessere Kinderbetreuung und umfassende psychosoziale Unterstützung.
Die Aufnahme und Integration ukrainischer Geflüchteter ist eine Erfolgsgeschichte – und sollte als solche weitergeschrieben werden.