LIGA Fachtag zu Migration und Wege in den Arbeitsmarkt

Artikel vom 26.11.2025

Veranstaltungssaal bei einer Konferenz oder Tagung. Teilnehmende sitzen in Reihen und vorn läuft eine Präsentation auf einer Leinwand.

Unter dem Titel „Integration wirkt – erfolgreiche Wege in Arbeit und Teilhabe“ fand am gestrigen Dienstag im Bürgerhaus am Schlaatz in Potsdam ein Fachtag  der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (LIGA) im Land Brandenburg statt.


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Das Gemeinschaftsprojekt der LIGA Fachausschüsse „Arbeit und Europa“ sowie „Migration“ widmet sich in jedem Jahr einem spezifischen Ausschnitt der Arbeit von Trägern, Institutionen, Kommunen und Verbänden aus dem Bereich der Arbeit mit und für Menschen mit Migrationserfahrung oder Fluchtgeschichte. Für die LIGA begrüßte Diana Golze (AWO LAG Brandenburg) die Teilnehmenden und verwies auf die aktuelle politische Stimmungslage in Zeiten von Sparzwängen und Stadtbild-Debatte. Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Diana Gonzalez-Olivo, berichtete aus ihrer Sicht über die Herausforderungen in Brandenburg. Insbesondere forderte sie eine sachliche Politik, die Migrantinnen und Migranten nicht als „Objekte mit Defiziten behandelt, sondern als Menschen mit individuellen Kompetenzen“.

In einer Podiumsdiskussion wurde die Arbeitsmarktintegration und Teilhabe aus Sicht von Trägern, Unternehmen, Kommunen und Beratungsstellen beleuchtet und verschiedene Wünsche für die Zukunft zusammengetragen. Im Fokus stand dabei die Abkehr von der zeitlich befristeten und damit unsicheren Projektförderung hin zu einer langfristig gedachten verlässlichen Förderung beispielsweise der Fach- und Beratungsstellen auf der Grundlage eines Landesintegrationsgesetzes. Spannend war ebenfalls der Blick der Wissenschaft. Susanne Veit vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) berichtete von umfangreichen Feldforschungen. Demnach sind vor allem Menschen aus Herkunftsländern, denen die Eigenschaften arm, muslimisch geprägt und schwarz zugeordnet werden, in Deutschland und Europa verstärkt von Diskriminierung am Arbeitsmarkt betroffen. Dies umfasse auch andere Lebensbereiche wie die Suche nach einem Kita-Platz, einer Wohnung oder allgemein Hilfe im Alltag.

Im Anschluss gab es für die Teilnehmer*innen des Fachtags die Gelegenheit zu Austausch, Vernetzung und Gesprächen über Best-Practice-Beispiele.

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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