„Kurzsichtige Kürzungen für nichts und wieder nichts“

Artikel vom 25.07.2025

Mehrere Geldscheine (Euro) hängen mit Wäscheklammern an einer Leine vor einer Holzfläche.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft schlägt vor, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld auf eine einheitliche Länge zu kürzen. Bisher erhalten ältere Langzeitarbeitslose länger Arbeitslosengeld. Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt lehnt den Vorschlag als wirkungslos und unsozial scharf ab.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Dazu erklärt Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:

„Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld zu kürzen, ist nicht nur kurzsichtig, sondern auch zutiefst unsozial.
Gespart werden soll ausgerechnet bei jenen, die sich sowieso in schwierigen Lagen befinden – statt endlich die zur Kasse zu bitten, die das Gemeinwesen tatsächlich substanziell entlasten könnten, ohne, dass es individuell existenzielle Not bedeutet: die Wohlhabenden. Aber um nur ja die Vermögenden nicht anzutasten, soll offenbar in Kauf genommen werden, Menschen für lächerlich geringe Einsparungen in die Altersarmut zu schicken.

Anstatt mit solchen Ideen den Sozialstaat für nichts und wieder nichts systematisch auszuhöhlen, muss es darum gehen, Arbeitslosigkeit einzudämmen und Langzeitarbeitslose besser zu fördern. Durch präventive Arbeitsmarktpolitik, gezielte Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen bis ins Alter. Dazu gehört im Übrigen auch, endlich Einwanderung als die Chance zu begreifen, die sie ist, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können.

Eine starke Gesellschaft braucht keinen Sozialabbau, sondern Investitionen in Teilhabe, Chancengleichheit und gute Beschäftigung.“

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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