Gesundes und nachhaltiges Essen in die Pflegeheimküchen bringen

Gemeinschaftsprojekt von Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bundesverband, Deutscher Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und BKK Dachverband geht an den Start.

Schüssel mit grünem Salat, umgeben von kleinen Schalen mit Gemüse und Zutaten auf Holztisch.

Gemeinschaftsprojekt von Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bundesverband, Deutscher Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und BKK Dachverband geht an den Start.

Gemeinschaftsprojekt „KidZ – Köstlich in die Zukunft: Leckere Ernährung in Pflegeeinrichtungen“ des Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bundesverbandes e. V. in Kooperation mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (KLUG) unter Förderung des BKK Dachverbandes geht an den Start.

Richtungswechsel bei der Ernährung in Pflegeeinrichtungen ist nötiger denn je für mehr gesunde und klimagerechte Verpflegung in der stationären Langzeitpflege.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Die Essensversorgung ist eine der zentralen Säulen für die Zufriedenheit und Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen. Mahlzeiten strukturieren den Tag, beugen Mangelernährung im Alter vor und sind zudem ein freudiges Ereignis des Miteinanders. Die Möglichkeit, sich ausgewogen und vollwertig zu ernähren, sollte von daher weit oben auf der Agenda jeder Heimleitung und jedes Heimbetreibers stehen. Die gesunde und nachhaltige Ernährung ist zudem ein Hebel, um der Klima- und Umweltkrise etwas entgegenzusetzen.

„Eine fleischreiche Ernährung mit wenig Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen etc. erhöht das Risiko für chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf oder Stoffwechselerkrankungen. In Pflegeeinrichtungen, in denen überwiegend ältere und vorerkrankte Menschen leben, ist dies natürlich ein großes Problem. Die Verpflegung ist zudem einer der großen Klimatreiber in Pflegeeinrichtungen. Umso mehr freuen wir uns als BKK Dachverband, das Projekt KidZ des AWO Bundesverbandes und KLUG bis Ende des Jahres 2025 zu fördern“, so BKK Dachverbands-Vorständin Anne-Kathrin Klemm.

Rund 40 bis 50 Prozent der Treibhausgasemissionen pro Pflegeplatz entstehen durch die Verpflegung, das zeigt eine Untersuchung des AWO Bundesverbandes. Oft wird mehr als ein Kilogramm Fleisch pro Person und Woche verzehrt.

„Die AWO hat insbesondere durch Projekte wie „klimafreundlich pflegen“ in vielen Küchen bereits Veränderungen angestoßen und umgesetzt, so auch in denen der Verbundpartner in diesem Projekt, dem AWO Landesverband Schleswig-Holstein und dem AWO Bezirksverband Potsdam. Diese Erfahrungen werden gemeinsam mit den Praktikern und Praktikerinnen aufgearbeitet und in Form von Handreichungen und Leitfäden anderen zur Verfügung gestellt. Die AWO hat in ihrem Ziel- und Maßnahmenplan zur Klimaneutralität vor 2040 Festlegungen für eine gesunde und klimagerechte Verpflegung in ihren Einrichtungen getroffen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir durch die Förderung des BKK Dachverbands die Einrichtungen auf ihrem Weg weiter unterstützen können“, stellt Claudia Mandrysch, Vorständin des AWO Bundesverbandes, fest.

„Die Ernährungsumstellung hin zu mehr pflanzenbasierter Kost in Pflegeheimen ist ein wichtiger Schritt, um bei den Bewohnerinnen und Bewohnern unnötige Krankheiten zu vermeiden und gleichzeitig Klima, Umwelt und damit letztlich ebenfalls wieder die Gesundheit zu schützen. In dem vom BKK Dachverband finanzierten Projekt zeigen AWO und KLUG, wie das gelingen kann und sich zum Vorteil aller mehrfach positiv auszahlt", so Prof. Dr. Christian Schulz, Geschäftsführer von KLUG.

Das Projekt KidZ will das Bewusstsein für ein gesundes, klimafreundliches und abwechslungsreiches Verpflegungsangebot fördern. Die teilnehmenden Einrichtungen lernen, wie ein bedarfs- und bedürfnisgerechter Speiseplan aussehen kann

 

Aufruf zur Teilnahme an der KiTAKOLLAPS-Aktionswoche 2026
Aufruf der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg

Das Aktionsbündnis KiTAKOLLAPS ruft auch in diesem Jahr alle Kitas, Horte und Tagespflegestellen in Brandenburg auf, sich vom 11. bis 15. Mai 2026 an der landesweiten Aktionswoche zu beteiligen und damit gemeinsam ein starkes Zeichen für bessere Rahmenbedingungen und ein zukunftsorientiertes Kitagesetz in Brandenburg zu setzen.

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