Das neue Papier verdeutlicht: Klimaschutz ist eine Frage der Gerechtigkeit zwischen Generationen und sozialen Gruppen. Die AWO fordert unter anderem eine Abkehr von der Schuldenbremse, um öffentliche Investitionen in Klimaschutz, Daseinsvorsorge und soziale Infrastruktur zu ermöglichen. Auf europäischer Ebene spricht sich der Verband für eine ambitionierte Umsetzung des European Green Deal nach dem Prinzip der „Just Transition“ aus. Ein zentraler Punkt ist die gerechte Bepreisung von CO₂-Emissionen – flankiert durch die Einführung eines sozial gestaffelten Klimageldes, um Menschen mit geringen Einkommen zu entlasten. Neben Fragen der Finanzierung nimmt die AWO auch zentrale Lebensbereiche in den Blick: das Recht auf gute und bezahlbare Mobilität, klimaneutrales Wohnen, gesunde und nachhaltige Ernährung sowie eine sozial gerechte Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Die Vision eines „Guten Lebens für Alle“ bleibt dabei Leitgedanke – getragen von Solidarität, sozialer Sicherheit und ökologischer Verantwortung. AWO-Präsident Michael Groß im Vorwort:
„Die Geschwindigkeit, mit der wir die Folgen des globalen CO₂-Ausstoßes erleben, erfordert entschlossenes Handeln. Wir werden den Wandel nur dann bewältigen, wenn wir gemeinsam, offen und kreativ nach den richtigen Lösungen suchen.“