AWO legt Berechnung zur Demokratieförderquote des Bundes vor

Artikel vom 31.07.2025

Ein rotes Kreuz in einem roten Kreis. Ein roter Buntstift lieegt daneben.
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Nur 0, 11 Prozent des Bundeshaushaltes flossen 2024 von der Bundesebene in zivilgesellschaftliche Projekte zur Demokratieförderung, wie eine Untersuchung des AWO Bundesverbands zeigt. Mit Blick auf die Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2026 fordert der Verband mehr Mittel und Planungssicherheit für demokratiefördernde Programme.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Eine von der AWO durchgeführte datengestützte Analyse aller Förderprogramme des Bundes hat ergeben, dass der Anteil der Bundesmittel, die die Zivilgesellschaft bei Projekten zur Demokratiestärkung unterstützen, im letzten Jahr bei nur 0,11 Prozent lag. In 14 Förderprogrammen wurden insgesamt 540 Millionen Euro bereitgestellt. Dazu erklärt AWO-Präsident Michael Groß:  

„Mit dem Bundeshaushalt 2026 wurden gerade wieder milliardenschwere Investitionen für die Industrie und den Verteidigungssektor auf den Weg gebracht. Unsere Untersuchung zur Demokratieförderquote zeigt: Die Ausgaben des Bundes für Demokratieprojekte sind im Vergleich dazu verschwindend gering. Während in Zukunft fünf Prozent des BIP in Rüstungsausgaben fließen sollen, wird die Zivilgesellschaft mit ihren Demokratievorhaben mit schmalen 0,11 Prozent des Bundeshaushalts bedacht. Dieses Missverhältnis ist angesichts der stetig zunehmenden Gefährdung der Demokratie nicht hinnehmbar.”  

Die AWO ist bundesweit selbst aktiv in der Demokratiearbeit. Die Rückmeldungen aus der Praxis verdeutlichen, dass die Mittel bei weitem nicht ausreichen, so AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner:  

„Wenn man mit denen spricht, die in den Quartieren und im ländlichen Raum demokratiefördernde Projekte durchführen, wird schnell klar: Die Zuschüsse der öffentlichen Hand reichen schon lange nicht mehr aus, um steigende Kosten zu decken. Von einem Ausbau kann schon gar nicht die Rede sein – vielmehr fallen Strukturen weg, und durch oftmals einjährige Förderzeiträume können funktionierende Modelle nicht verstetigt werden. Es braucht dringend das schon von der Ampel angestoßene, aber nie verabschiedete Demokratiefördergesetz, um Planungssicherheit und eine nachhaltige Finanzierung für die Demokratiearbeit zu ermöglichen.“  

Mehr Informationen zu den Ergebnissen und Forderungen der AWO finden Sie hier: https://awo.org/projekt/demokratiefoerderung

 

Musik ohne Grenzen
AWO Neujahrskonzert 2026 mit Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille

Preisverleihung: Gruppenbild vor der Bühne stehen 7 Menschen. Das Publikum hinter ihnen. Frau in der Mitte hält großen Blumenstrauß.

„Mit Mut und Weitsicht hat sie sich für eine starke Gemeinschaft eingesetzt, zu einem Zeitpunkt, als noch nicht zu erkennen war, wie wichtig dieser Zusammenhalt einmal sein wird.“ Die Rede ist von Renate Bossack aus Guben, die beim diesjährigen AWO Neujahrskonzert am vergangenen Samstagnachmittag im Nikolaisaal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet wurde. Zum seit rund 20 Jahren stattfindenden neujährlichen Konzert des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. hatte in diesem Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Brandenburg – mit der Potsdamer AWO und den AWO Bezirksverbänden Ost, Nord und Süd  – sowie der AWO Landesverband Berlin eingeladen. Organisiert wird das Neujahrskonzert vom Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB), damit die über 700 Gäste einen unbeschwerten Nachmittag erleben können.

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