Aktionstag „Gesamtprogramm Sprache retten“

Artikel vom 26.09.2025

Person sitzt im Freien auf einer Wiese und schreibt mit einem Stift in ein Notizbuch.
Bild von StockSnap auf Pixabay

Sprache ist ein zentraler Schlüssel für Teilhabe – und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Am 26. September 2025 beteiligt sich der AWO Bundesverband daher mit dem Verbändebündnis am bundesweiten Aktionstag.


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Quelle: AWO Bundesverband e.V.

Unter dem Hashtag #GesamtprogrammSpracheRettenJetzt machen Träger, Lehrkräfte, Verbände und Migrant*innen-Organisationen gemeinsam sichtbar, warum Sprachförderung unverzichtbar ist. „Als Träger von Sprachkursen sehen wir unmittelbar, wie groß die Nachfrage ist und wie wichtig eine stabile Förderung für Teilnehmende, Lehrkräfte und Einrichtungen gleichermaßen ist.

Wenn die Politik hier an der falschen Stelle spart, werden Türen verschlossen, anstatt Perspektiven zu eröffnen“, betont Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt.
Die AWO bietet an vielen Standorten Integrations- und (Berufs-)Sprachkurse an und weiß aus der täglichen Praxis: Sprachförderung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Ankommen. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse bleiben sowohl gesellschaftliche Teilhabe als auch berufliche Chancen verwehrt. Die Kürzungen im Bundeshaushalt und die Änderungen der Integrationskursverordnung (IntV) gefährden jedoch die Qualität und den Zugang zu diesen Kursen massiv. Unter anderem angesichts des zunehmenden Arbeitskräftemangels in Deutschland ist Zuwanderung nicht wegzudenken. Dabei muss die Sprachförderung als fundamentaler Bestandteil individueller Teilhabeprozesse erhalten bleiben. Darüber hinaus tragen Sprachkurse entscheidend zur Chancengleichheit bei, indem sie zugewanderten Personen die Möglichkeit bieten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Forderungen der AWO

Um das Gesamtprogramm Sprache zukunftsfest aufzustellen, fordert die AWO gemeinsam mit den Bündnispartner*innen:

  • Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung des Gesamtprogramms Sprache
  • Erhöhung des Kostenerstattungssatzes, Einführung grundlegender Verwaltungsvereinfachungen sowie eine verlässliche Einhaltung des Zahlungsziels von 30 Tagen für bereits durchgeführte Kurse
  • Gewährleistung von Planungssicherheit für Sprachkursträger und Lehrkräfte
  • Wettbewerbsfähige Gehälter und Arbeitsbedingungen, die dem Qualifikationsniveau der Lehrkräfte gerecht werden
  • Zusätzliche Mittel für digitale Qualifizierung von Lehrkräften sowie für die notwendige Ausstattung der Bildungsträger
  • Einen Rechtsanspruch auf angemessene Sprachförderung für alle zugewanderten Menschen
  • Mehr Gestaltungsspielraum für Träger und Lehrkräfte, um Lernprozesse flexibler und individueller zu gestalten, einschließlich der Integration digitaler Lernformate
 

Aufruf zur Teilnahme an der KiTAKOLLAPS-Aktionswoche 2026
Aufruf der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg

Lila Hintergrund, gelbe Schrift. Text: Kita Kollaps

Das Aktionsbündnis KiTAKOLLAPS ruft auch in diesem Jahr alle Kitas, Horte und Tagespflegestellen in Brandenburg auf, sich vom 11. bis 15. Mai 2026 an der landesweiten Aktionswoche zu beteiligen und damit gemeinsam ein starkes Zeichen für bessere Rahmenbedingungen und ein zukunftsorientiertes Kitagesetz in Brandenburg zu setzen.

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